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Bewerbung fürs Schülerpraktikum: Anleitung mit Muster

Das Schülerpraktikum ist für die meisten die allererste Bewerbung — und genau deshalb eine super Übung. Diese Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du einen Betrieb findest, was in die Bewerbung gehört und wie ein ehrliches Anschreiben aussieht. Mit komplettem Muster.

Von Redaktion ·

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schülerpraktikum ist meist deine allererste Bewerbung — Betriebe erwarten keine Profis, aber eine ordentliche, selbst geschriebene Bewerbung fällt positiv auf.
  • Der einfachste Weg zum Praktikumsplatz: erst überlegen, was dich interessiert, dann Betriebe in der Nähe suchen und freundlich anrufen oder vorbeigehen — viele Plätze werden nie ausgeschrieben.
  • Deine Bewerbung besteht aus einem kurzen Anschreiben und einem Schüler-Lebenslauf auf einer Seite — mehr braucht es nicht.
  • Im Anschreiben zählt Ehrlichkeit: Schreib, warum dich der Beruf interessiert und was du schon dafür getan hast (Hobby, Schulfach, zu Hause geholfen) — ohne aufgeblasene Business-Sprache.
  • Betriebe erwarten vor allem Pünktlichkeit, Interesse und Zuverlässigkeit — genau das solltest du in Bewerbung und Praktikum zeigen.

Dein erstes Schülerpraktikum steht an — und damit deine allererste Bewerbung. Klingt erstmal nach viel, ist aber machbar: Für die Bewerbung fürs Schülerpraktikum erwartet niemand einen perfekten Profi-Text. Die Betriebe wissen, dass du in die 8. oder 9. Klasse gehst. Was zählt: dass du dich selbst kümmerst, ehrlich schreibst und zeigst, dass du wirklich Lust auf das Praktikum hast. Und ganz nebenbei übst du etwas, das du später für Ausbildung und Job sowieso brauchst.

Warum sich Mühe lohnt, obwohl es „nur“ ein Praktikum ist

Das Schülerpraktikum (oft heißt es Betriebspraktikum) dauert meist ein bis drei Wochen und ist Teil des Unterrichts. Trotzdem lohnt sich eine gute Bewerbung — aus drei Gründen: Beliebte Plätze sind schnell weg, wer früh und ordentlich fragt, bekommt sie. Du übst den Ernstfall — die nächste Bewerbung ist vielleicht schon die für einen Ausbildungsplatz. Und: Manche Praktikanten bekommen später einen Ferienjob oder Ausbildungsplatz im selben Betrieb angeboten.

Schritt für Schritt zum Praktikumsplatz

  1. Überleg dir, was dich interessiert. Nicht: „Wo war mein Kumpel?“ Sondern: Was machst du gern? Schrauben, mit Menschen reden, am Computer sitzen, mit Tieren arbeiten?
  2. Such Betriebe in deiner Nähe. Frag Familie, Nachbarn und Lehrer, schau bei Betrieben in deinem Ort. Viele Praktikumsplätze stehen nirgendwo im Internet.
  3. Ruf an oder geh vorbei. Sag, wer du bist, welche Schule, welcher Zeitraum — und frag, ob sie Praktikanten nehmen. Merk dir den Namen der Person, mit der du sprichst.
  4. Schick deine Bewerbung. Kurzes Anschreiben plus Lebenslauf, per E-Mail oder ausgedruckt — je nachdem, was der Betrieb möchte.
  5. Frag nach, wenn nichts kommt. Nach ein bis zwei Wochen darfst du freundlich anrufen und nachfragen.

Diese Unterlagen brauchst du

Nur zwei Dinge: ein kurzes Anschreiben (eine halbe bis eine Seite) und einen Schüler-Lebenslauf auf einer Seite — mit Schule, Lieblingsfächern, Hobbys und dem, was du sonst so machst. Wie der Lebenslauf genau aussieht, erklären wir in einem eigenen Ratgeber. Zeugnisse brauchst du nur, wenn der Betrieb danach fragt.

Muster-Anschreiben: so kann es aussehen

Hier bewirbt sich ein 14-jähriger Schüler bei einer Autowerkstatt. Übernimm nicht den Text, sondern die Idee — und setz deine eigenen Sachen ein:

Bewerbung um ein Schülerpraktikum vom [Datum] bis [Datum]

Sehr geehrter Herr [Name],

vielen Dank für das freundliche Telefonat am [Datum]. Wie besprochen schicke ich Ihnen meine Bewerbung für das Schülerpraktikum.

Ich heiße [Vorname Nachname], bin 14 Jahre alt und gehe in die 9. Klasse der [Schule] in [Ort]. Vom [Datum] bis [Datum] machen wir ein Betriebspraktikum, und ich würde es sehr gern in Ihrer Werkstatt machen.

Autos interessieren mich schon lange. Ich helfe meinem Onkel oft, wenn er an seinem alten [Automarke] schraubt — Reifen wechseln und Ölstand prüfen kann ich schon. In der Schule mag ich Technik und Physik am liebsten. Im Praktikum möchte ich sehen, wie die Arbeit in einer richtigen Werkstatt abläuft und ob der Beruf Kfz-Mechatroniker etwas für mich wäre.

Ich bin zuverlässig und pünktlich — das können mein Trainer vom [Verein] und meine Klassenlehrerin bestätigen. Über eine Zusage würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen [Vorname Nachname]

Warum dieses Anschreiben gut ankommt

Weil es ehrlich und einfach ist. Der Schüler tut nicht so, als hätte er Berufserfahrung — er schreibt, was wirklich stimmt: Er schraubt mit dem Onkel, mag Technik, will den Beruf kennenlernen. Genau das will eine Werkstatt lesen. Aufgeblasene Sätze wie „hiermit bewerbe ich mich hochmotiviert um die Position“ wirken bei einem 14-Jährigen nicht professionell, sondern auswendig gelernt. Ehrlich-einfach gewinnt hier immer gegen Business-Sprache.

Was Betriebe wirklich von dir erwarten

Keine Profis — versprochen. Wichtig sind nur drei Dinge: Pünktlichkeit (lieber zehn Minuten zu früh), echtes Interesse (Fragen stellen ist erwünscht!) und Zuverlässigkeit (Bescheid sagen, wenn du krank bist). Wer das zeigt, bekommt am Ende oft ein richtig gutes Praktikumszeugnis.

Typische Fehler — und wie du sie vermeidest

  1. Eltern schreiben lassen — merkt jeder Betrieb sofort. Schreib selbst, Eltern dürfen nur Korrektur lesen.
  2. Riesen-Floskeln — „Mit großem Enthusiasmus bewerbe ich mich…“ passt nicht zu dir. Schreib normal.
  3. Zu spät dran sein — beliebte Plätze sind Monate vorher weg. Fang früh an.
  4. Zeitraum vergessen — der Betrieb muss wissen, wann dein Praktikum ist.
  5. Nur eine Bewerbung schreiben — frag lieber bei drei, vier Betrieben gleichzeitig.

Checkliste: bereit zum Abschicken?

  • Zeitraum des Praktikums steht im Anschreiben?
  • Selbst geschrieben, in deinen eigenen Worten?
  • Ein echter Grund, warum dich der Beruf interessiert?
  • Name der Ansprechperson richtig geschrieben?
  • Lebenslauf auf einer Seite dabei?
  • Jemand hat Korrektur gelesen (lesen, nicht schreiben!)?

Wenn du beim Formulieren nicht weiterkommst: Unser KI-Anschreiben-Generator hilft dir mit einem ersten Entwurf in einfacher, ehrlicher Sprache — deine eigenen Beispiele und deinen Ton setzt du dann selbst ein. So bleibt es deine Bewerbung.

Häufige Fragen

Was gehört in eine Bewerbung fürs Schülerpraktikum?
Ein kurzes Anschreiben (eine halbe bis eine Seite) und ein Schüler-Lebenslauf auf einer Seite. Zeugnisse musst du normalerweise nicht mitschicken — nur, wenn der Betrieb ausdrücklich danach fragt. Wichtig sind der Zeitraum des Praktikums und warum du ausgerechnet zu diesem Betrieb möchtest.
Soll ich lieber anrufen oder gleich eine Bewerbung schicken?
Anrufen oder persönlich vorbeigehen ist oft der bessere erste Schritt: Du erfährst sofort, ob der Betrieb Praktikanten nimmt, und hast einen Namen für dein Anschreiben. Danach schickst du die Bewerbung hinterher. Bei großen Firmen mit Online-Formular bewirbst du dich direkt dort.
Dürfen meine Eltern die Bewerbung schreiben?
Helfen ja, schreiben nein. Betriebe merken sofort, wenn ein Erwachsener formuliert hat — und das wirkt eher negativ. Schreib selbst in deinen eigenen Worten und lass deine Eltern am Ende nur auf Rechtschreibung und Vollständigkeit schauen.
Wie lang sollte das Anschreiben fürs Schülerpraktikum sein?
Eine halbe bis maximal eine Seite reicht völlig. Drei kurze Absätze genügen: warum du dich bewirbst, warum dich der Beruf interessiert und wann das Praktikum stattfindet. Lieber kurz und ehrlich als lang und aufgeblasen.
Wann sollte ich mich fürs Schülerpraktikum bewerben?
Sobald der Termin von der Schule feststeht — am besten drei bis vier Monate vorher. Beliebte Plätze, etwa bei der Polizei, in Kliniken oder bei bekannten Firmen, sind oft früh vergeben. Bei kleinen Betrieben in deiner Nähe klappt es manchmal auch kurzfristig.

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